Transformation
Lea Grebe beschäftigt sich mit der Betrachtung von Natur an der Schnittstelle zu Wissenschaft und Technologie. Insekten stehen in ihren Arbeiten exemplarisch für die uns umgebenden Lebewesen und die durch sie belebten Ökosysteme. Ihre Arbeiten reflektieren zudem Techniken der Archivierung und Präsentation in Museen - fasziniert von der unmöglichen Erreichbarkeit einer wahren Ordnung der Dinge, wirkt der Systematisierungswille des Menschen verzweifelt gegenüber der entropischen Unordnung allem Natürlichen.
An Insekten lässt sich das Interesse des Menschen an der Natur auferlegten Ordnungen spiegeln und untersuchen. Der Guss der einzelnen Tiere und Pflanzen in Bronze verweist auf eine Wiederaufbereitung von Natur, welche die lebende Flora und Fauna zu Relikten der Konservierung und Musealisierung transformiert.
Bei der Fokussierung und Überstilisierung einzelner scheinbar unbedeutender Lebewesen geht es auch um die Suche nach einem neuen ökologischen empathischen Denken und einem neuen sensitiveren Zugang zu unserer Umwelt.
Zentral für Grebe ist der Begriff der Transformation. Ein Zustand, der die Möglichkeit und Hoffnung auf Veränderung in sich birgt.
Bei Hatje Cantz ist Grebes Buch Holometabolie erschienen.

























































































































